IJ
Implementierung
Implementierung ist die Umsetzung von festgelegten Strukturen und (Arbeits-)Abläufen in einer Organisation oder einem System unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen, Regeln und Zielvorgaben - also einer Spezifikation. Die Implementation ist das Ergebnis der Implementierung. Dementsprechend versteht man unter Implementierung im Gesundheitswesen den Transfer von Handlungsempfehlungen in individuelles Handeln bzw. Verhalten von Ärzten, in anderen Gesundheitsberufen Tätigen, Patienten, Betroffenen. Um diesen Transfer erfolgreich zu gestalten, müssen - in Ergänzung zur wirksamen Verbreitung (Disseminierung) - im Allgemeinen verschiedene, sich ergänzende Maßnahmen vorgenommen werden, die Ziel gerichtet auf die Problemfelder abgestimmt sind. Dabei handelt es sich um edukative, finanzielle, organisatorische und/oder regulatorische Strategien. Im Zusammenhang mit Evidenzbasierter Medizin (und Leitlinien) werden darunter alle Maßnahmen und Instrumente verstanden, die dazu dienen, klinisch relevante wissenschaftliche Ergebnisse in die Praxis umzusetzen und zu verankern, z. B. die Einrichtung von Qualitätszirkeln und Maßnahmen der medizinischen Fortbildung und des Qualitätsmanagements.
(Leitlinien-Glossar von AWMF und ÄZQ)
Indikation
Grund zur Durchführung einer diagnostischen oder therapeutischen Maßnahme im Kontext des jeweiligen Krankheitsgeschehens. Die korrekte Indikation und deren nachvollziehbare Dokumentation in der Patientenakte sind Ziel und Grundlage jeglicher Qualitätssicherung in der Medizin.
(BÄK, aus: Curriculum Ärztliches Qualitätsmanagement)
Integrierte Versorgung
Form der sektorübergreifenden Versorgung nach §§140a ff SGB V, die als Bestandteil der Gesundheitsreform 2000 die Kooperation von ambulantem und stationärem Sektor unter risikoadjustierter Ausgliederung von Teilbudgets, direkten Verträgen mit den Kostenträgern und der Möglichkeit von Prämienermäßigungen der eingeschriebenen Patienten beabsichtigte.
(BÄK, aus: Curriculum Ärztliches Qualitätsmanagement)
Integrierter Versorgungspfad
Integrierte Versorgungspfade stellen schriftliche Festlegungen dar, die die Aufgabenverteilung bei der Versorgung einer definierten Patientengruppe innerhalb eines geographischen Bereichs (regional) oder einer Institution (lokal) beschreiben. Diese Festlegungen können, müssen sich jedoch nicht auf klinische Leitlinien stützen.
(Leitlinien-Glossar von AWMF und ÄZQ)
Integriertes Managementsystem
Managementsystem zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich der Qualität, des Umweltschutzes, des Arbeitsschutzes und weiterer Komponenten.
(BÄK, aus: Curriculum Ärztliches Qualitätsmanagement)
